Mittwoch, 13. September 2017

[Rezension] Countdown to Noah


Cover 



 Titel: Countdown to Noah
 Autor/in: Fanny Bechert
 Verlag: Sternensand
 Seitenzahl: 300
 Preis: 12,95 € (D)
 ISBN: 978-3-906829-51-7
 Preis eBook: 6,99 € (D)
 ISBN eBook: 978-3-906829-50-0
 Bildquelle: http://www.sternensand-verlag.ch/



"In einer Welt, in der Menschen zu wilden Bestien – sogenannten Noahs – mutieren, zählt für die siebzehnjährige Cassidy nur, ihre kranke Schwester zu beschützen. Als sie dabei von einem Noah gebissen wird, bleiben ihr noch genau dreißig Tage, eh sie selbst zu einem Monster wird. Nur mit der Hilfe des Rebellen Daniel hat sie eine Chance, rechtzeitig Medizin zu beschaffen. Aber wer hilft schon einer tickenden Zeitbombe, deren kleinste Berührung zur eigenen Ansteckung führen kann?"
(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/countdown-to-noah-1.html)



Die Menschheit musste sich mal wieder in die Natur einmischen und hat dabei einen gefährlichen Virus geschaffen, der die Infizierten zu wilden Bestien, sogenannten Noahs mutieren lässt. 


Seither ist es für die Überlebenden nirgends mehr sicher. Auch Cassidy und ihre kleine Schwester ziehen herum, immer auf der Flucht vor den Noahs. Doch trotz aller Vorsicht passiert es schließlich doch: Cassidy wird gebissen. Dabei muss sie doch dringend Medizin für ihre kranke Schwester besorgen.


Mehr unfreiwillig wird ihr Daniel an die Seite für ihre gefährliche Reise gestellt. Doch ihr bleiben nur dreißig Tage, bis zur Verwandlung. Dreißig Tage in der jede ihrer Berührungen zur Gefahr wird. Dreißig Tage, die sie zum Monster machen. Die Zeit läuft - Die Bombe tickt … .
Ein neues Buch von Fanny Bechert ist immer ein Muss für mich. Mit ihrer Elesztrah-Reihe hat sie mich absolut begeistert und ich war gespannt, ob ihr das mit ihrer Dystopie auch wieder gelingen würde.

Natürlich fand ich es sehr interessant, zu erfahren, was dazu geführt hat, dass die Noahs entstanden sind. Die Autorin hat dafür ein Szenario geschaffen, das gar nicht so unrealistisch ist. Der Mensch strebt ja immer danach, sein Leben besser zu machen und mischt sich dabei immer mehr in die Natur ein. Natürlich begrüße ich den Fortschritt der Medizin und bin froh, wenn mir Ärzte helfen können, doch sehe ich auch eine Grenze zwischen Fortschritt und „Gott spielen“. Auch die Autorin scheint diesen Umstand kritisch zu sehen, denn sie „straft“ die Menschen in ihrem Buch für ihren Versuch mit dem Noah-Virus. So fängt der Leser gleich an, sich Gedanken zu machen und obwohl die Noahs natürlich ein Fantasieprodukt sind, regte mich die Geschichte doch auch zum Nachdenken an, wie weit man gehen sollte und welchen Preis die Gesundheit und ein langes Leben wert sind.

Während die Protagonistin, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, über ihr Leben und wie alles kam, berichtet, wurde ich etwas an die Resident Evil Filme erinnert, denn die Noahs und ihre Geschichte sind dem Geschehen im Film gar nicht unähnlich. Da ich jedoch ein kleines Faible für Zombie-Storys hatte, freute ich mich sehr über diesen Umstand. 

Die Welt, in der das Buch spielt, hat wirklich „Gruselpotenzial“. Nicht nur von den Noahs geht ständig Gefahr aus, auch menschliche Abgründe tun sich in diesem Szenario auf. Der Umstand, dass es ums nackte Überleben geht, bringt wirklich das Schlimmste im Menschen hervor und genau das beschreibt Fanny Bechert sehr eindringlich. Mir lief gleich mehrere Male ein richtiger Schauer über den Rücken und ich war einfach nur froh, dass die Geschichte nur der Fantasie der Autorin entsprungen ist. 

 Durch Cassidys Gedanken erfährt man schließlich, wie es zur Erschaffung der Noahs kam und da ihre Mutter in der Forschung gearbeitet hat, bekommt man sogar ein paar Insider-Infos, was ich richtig klasse fand. Die ständige Angst, die einem im Nacken sitzt und dann Cassidys Verantwortung für ihre Schwester … das ist wirklich ein hartes Los und es gibt keine Aussicht auf Besserung. Doch trotz dieser großen Last, die auf den Schultern der Protagonistin liegt, mutiert sie nicht zur Superheldin, was ich sehr gelungen fand. Ihr geht es einzig darum, ihre kleine Schwester zu retten, dafür tut sie alles. Doch trotz aller Bemühungen wird Cassidy gebissen und kämpft danach gegen das Monster in sich an. Sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt und geht sehr kognitiv an dieses Problem ran und trotzdem kommen immer wieder Gefühle wie Wut und vor allem Verzweiflung in ihr auf, was ich sehr gelungen fand, da es die Protagonistin einfach menschlich machte.  Ich glaube, das ist in so einem Genre wirklich schwierig und hat deshalb auch meinen Respekt verdient. 

Doch gerade weil Cassidy keine Superheldin ist, haben die übrigen Charaktere auch eine Chance neben ihr zu bestehen. Besonders angetan hat es mir ja Rita. Ich fand sie vom Charakter her sehr interessant, weil ich sie oftmals nicht einordnen konnte und sie ganz anders reagierte, als ich es erwartet hatte. Natürlich kann ich nicht zu viel verraten, ohne zu spoilern, aber mir gefiel es richtig gut, dass sie, nachdem ich sie erst einmal kennengelernt hatte, doch eine größere Rolle bekam, als ich anfangs vermutet hatte. Und auch für die Liebesgeschichte hat sich die Autorin etwas einfallen lassen. Man denkt zwar, nachdem man den Klappentext gelesen hat, man wüsste, wie das genau ablaufen würde, aber ganz so einfach macht es Fanny Bechert weder ihren Protagonisten, noch ihren Lesern. Ich glaube sogar, dieses Buch ist eines der wenigen, wo ich nicht so ganz weiß, was ich mir in Sachen Liebe wünschen soll 😉

Schon bei Elesztrah fand ich den Schreibstil der Autorin richtig toll. Sie schafft es mit ihren bildlichen Beschreibungen immer, dass ich mir alles genau vorstellen kann und ein richtiger Film in meinem Kopf abläuft. Und auch hier spart Fanny Bechert nicht mit sehr ansehnlichen Beschreibungen, vor allem, wenn es um die Noahs, ihre Ernährung und Verhaltensweisen geht. Oje, da wär es mir fast wie der Protagonistin selbst ergangen (*würg*) 😄 Da sieht man mal, wie tief ich im Buch drin war. 

Überhaupt bin ich richtig gebannt an den Seiten geklebt. Dieses Buch ist von Anfang an nämlich richtig spannend und das hat nicht nur mit der Gefahr zu tun, die ständig von den Noahs ausgeht, sondern auch mit den Aufgaben, die Fanny Bechert ihren Protagonisten stellt. Puh, da musste ich wirklich das ein oder andere Mal die Luft anhalten, so sehr waren meine Nerven gespannt. Natürlich geht es um den Kampf gegen die Noahs, ums Überleben, aber auch um menschliche Kontakte, um Freundschaften und Abgründe und ich fragte mich häufig, wie ich wohl reagieren würde und war doch immer wieder froh, dass ich nur das Buch zuklappen musste und wieder aus dieser grauenhaften Welt auftauchen konnte. Das passierte jedoch nicht so häufig, da ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. 

Das Ende ist natürlich besonders fies, macht aber auch richtig Lust auf den zweiten Teil dieser Dilogie.
Mit „Countdown to Noah“ beweist die Autorin Fanny Bechert, dass sie ihren bildlichen Schreibstil auch in anderen Genres einsetzen kann und den Leser damit tief in ihre Geschichte hineinzieht. Mir liefen jedenfalls immer wieder Schauer über den Rücken und des Öfteren musste ich feststellen, dass ich plötzlich die Luft angehalten hatte, so grauenvoll und doch spannend waren die Ereignisse. 

Wenn ich nicht schon ein totaler Fan dieses Genres wäre, hätte mich Fanny Bechert bestimmt dazu gemacht, denn hier stimmt einfach alles: Story, Schreibstil, Worldbuilding, Protagonisten. Unbedingt lesen und selbst Fan werden.


Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.


 Homepage der Autorin: http://fanny-bechert.de/

Facebookseite der Autorin: https://www.facebook.com/elesztrah/?ref=br_rs


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GEWINNSPIEL

Natürlich gibt es auch dieses Mal wieder eine Release-Party zum Buch auf Facebook:
https://www.facebook.com/events/135337200416473/

Für das Gewinnspiel dort könnt ihr heute wieder ein Los sammeln, indem ihr mir folgende Frage als Kommentar beantwortet:

Stellt euch vor, ihr lebt in einer Welt voller Noahs und seid in deren Augen leckeres Futter 😝😜 Wie sieht eure Überlebensstrategie aus?

Die Teilnahmebedingungen findet ihr *HIER*

Kommentare:

  1. Ich denke ich würde es im "Negan" Stil machen. Baseballschläger und Stacheldraht und in einem Bürogebäude oder Supermarkt Leben xD

    Liebe Grüße

    Periwinkle Bell

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  2. Hallo! Ich würde versuchen mich mit starken Leuten, am besten welche die ich kenne, zusammen zu tun und eine "sichere " Unterkunft suchen und dann auf beuteZug gehen. Und dann.... ja.... mAn gut, dass es sich hierbei 'nur' um ein Buch handelt🙈 ich bekomme echt immer mehr Lust es zu lesen! meroemke@t-online.de

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  3. Danke für diese Rezension. Es ist fast so, als hätte man mitglesen ... aber eben nur fast ;)
    Hm ... wie wäre meine Strategie? Gute Frage :D
    Aber vermutlich würde ich versuchen ein Fleckchen Erde zu finden wo man vor den Augen der Bestien verborgen ist. Bis ich es gefunden habe, würden die Bestien meinen Überlebensinstinkt zu spüren bekommen. Egal ob ich eigentlich ein Hasenfuß bin oder nicht ...

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  4. Weil ich das Buch noch nicht gelesen habe, weiß ich natürlich nicht, wie man Noahs am besten bekämpfen kann, welche Fähigkeiten sie besitzen und wo ihre Schwachstellen liegen. Ich wäre wahrscheinlich keine gute Kämpferin, hätte aber trotzdem jederzeit ein Messer zur Verteidigung dabei. Tagsüber würde ich mich eher versteckt halten bzw. bei meiner Gruppe bleiben und die nötige Arbeit verrichten, und dafür des Nachts losziehen, wenn ich etwas bräuchte. Auch wenn die Noahs im Dunkeln sicher nicht minder gefährlich sind, wäre ich durch so lautloses Bewegen wie möglich vielleicht ein wenig im Vorteil.

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  5. Ich würde versuchen mich meiner Umgebung anzupassen und keinen mucks von mir zu geben.
    Ich esse nur noch das was ich selbst gejagt habe und trinke nur noch das Wasser aus Bächen und kleinen Flüssen

    Und wenn alles nicht klappt Bau ich mir ein Floß und Segel aufs Meer hinaus und esse halt dauerhaft nur noch Fische 🙈

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  6. Eine klasse Rezi! Mir gefällt wie gekonnt du betonst, wie erschreckend realistisch das Szenario doch ist.
    Wenn es ums Überleben geht hab ich spontan diesen Film mit Will Smith im Kopf, wie er mit seinem Hund versucht, zwischen den Zombies zu überleben. Vermutlich würde auch ich versuchen, weitere Überlebende zu finden und den Noahs weitestgehend aus dem Weg gehen, mich aber für alle Fälle gut bewaffnen.

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  7. Hey Moni,

    das klingt nach einem ganz wundervollen Buch und genau deshalb muss ich die Reihe wohl auch dringend lieben. Ich mag der Autorin ihren Schreibstil und die Story an sich klingt spannend, beängstigend und faszinierend. Ich habe es gleich mal ganz oben auf meine WuLi gesetzt *g*

    Liebe Grüße, Ruby

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  8. Eine grandiose Rezension. Da fühlte ich mich gleich wieder ins Buch versetzt.
    Ich würde versuchen, solange es geht zu überleben, indem ich aus allen mir noch verfügbaren Mitteln, meine eigene kampfausrüstung zu basteln.und mich in einem Bunker verschanzen, der die Geräusche und Gerüche abschottet und mich schwerer finden lässt. Natürlich würde ich meine Familie mitnehmen um sie so zu beschützen.

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  9. Oh man über so was habe ich mir wirklich noch keine Gedanken gemacht xD

    Das Gute ist ich bin recht klein, was das Verstecken etwas leichter macht :D
    Die Frage ist ob sie einen auch riechen können, dann würde ich versuchen meinen Geruch mit anderen Gerüchen zu überdecken und mich mit anderen verbünden die vor den Noahs flüchten, denn in der Gruppe hätten wir eine höhere Überlebenschance und könnten uns besser zu Wehr setzen, falls sie nicht gerade in der Überzahl auf uns lauern.
    Sollte ich auf mich allein gestellt sein, würde ich versuchen mir ein gutes Versteck zu suchen, welches genügend Fluchtmöglichkeiten bietet und mich mit Vorräten eindecken, damit ich eine Weile untertauchen kann.

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  10. Mich so gut tarnen wie möglich

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  11. Danke für die tolle Rezi.
    Ich würde mich mit anderen Leuten zusammen tun, eine sichere Unterkunft bauen und das beste draus machen.

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  12. Ich würde mit meinen Lieben irgendwo in die Wildnis gehen, in der Hoffnung dass ich dort Ruhe habe. So gut wie möglich würden wir unsere Spuren verwischen und immer sehr leise sein.

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  13. Hmm kämpfen wie in Walking dead.

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  14. Was würde ich da machen? Wahrscheinlich mich mit meiner Familie irgendwo verstecken. Ich wüsste zwar nicht genau wo, da man ja wahrscheinlich nicht weiß, wo die Noahs überall sind.
    Falls es kein Versteck gibt,würde ich sie versuchen zu bekämpfen.

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  15. eine tolle Rezension die richtig Lust auf das Buch amcht. Und da ich ziemlich verrückt bin und definitiv mit einer Zombiapokalypse rechne hätte ich auch schon das perfekte "Noah-Abwehr-Team" beisammen" da habe ich für alle Eventualitäten Profis drin und mit dieser Bande würde ich mich in einem hohem Gebäude verschanzen oder auf einer abgelegnen Insel und versuchen so gut es geht zu überleben

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  16. Magdalena Pauzenberger14. September 2017 um 10:17

    Irgendwie musste ich grad an die verschiedenen Taktiken der Tribute in den Hunger Games denken. Ich glaub ich würde mich bewaffnet verstecken, so dass ich vielleicht untertauchen kann, mich aber trotzdem auch wehren kann, falls mich doch jemand entdecken sollte...

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  17. Das ist eine tolle Rezension geworden!!! Sehr schön geschrieben :)
    Puh das ist gar nicht so leicht zu beantworten, aber ich denke auch, dass ich mich auf die Suche nach anderen Gleichgesinnten machen würde. Ich würde mich jetzt nicht komplett zurückziehen, sondern in den maße kämpfen, wo es möglich ist :D

    Liebe Grüße

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  18. Wow, was für eine richtig tolle Rezension 😀 Also jetzt muss ich das Buch mehr als unbedingt lesen 😀

    Ich würde mich mit anderen Menschen zusammentun und versuchen gemeinsam mit Ihnen zu überleben. Gemeinsam sind wir bestimmt stark und werden überleben 😀

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