Donnerstag, 31. März 2016

[Aktion] Überraschungspost

Kommentare:
Meine lieben Leserinnen und Leser,

auf Facebook hatte ich Anfang des Jahres eine tolle Aktion gestartet:
Überraschungspost

Ich hab mir mit einigen Facebookfreunden einen Monat ausgemacht, in dem wir uns ein Überraschungspäckchen schicken wollten. Der Inhalt kann neben einem (oder mehrerer) Wunschlistenbuch (-büchern) alles Mögliche sein: Notizbücher, Lesezeichen, Tee, Kerzchen, Stifte, Sticker, Schokolade ... 
So sah z.B. der Inhalt meines Überraschungspäckchen von Jacqueline aus.

Da ich jetzt im Mai dann (bis auf eine Ausnahme) mit meinen Überraschungspäckchen auf Facebook durch bin, aber noch jede Menge kleiner Überraschungen übrig habe, dachte ich mir, ich frag einfach nach, ob hier nicht vielleicht noch jemand Lust auf diese Aktion hat :)

Schreibt mir einfach hier drunter einen Kommentar oder eine E-mail an: snb.monina83@gmail.com
Ich würde mich freuen, wenn noch jemand genauso gerne Post bekommt, wie ich :)

Dienstag, 29. März 2016

[Rezension] All die schönen Dinge

1 Kommentar:
Cover 



 Titel: All die schönen Dinge
 Autor/in: Ruth Olshan
 Verlag: Oetinger
 Seitenzahl: 285
 Preis: 14,99 € (D)
  Cover / Bildrechte: Oetinger Verlag







Der Tod ist Tammies ständiger Begleiter, da sie nicht weiß, ob sie morgen nicht vielleicht schon stirbt. Die 16-Jährige hat ein Aneurysma in ihrem Kopf, das jeder Zeit platzen und ihrem Leben ein Ende setzen könnte. Deswegen ist Tammie auch auf der Suche nach dem richtigen Spruch für ihren Grabstein und besucht dafür täglich den Friedhof.

Als sie dort eines Tages Fynn kennenlernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt, beginnen andere Dinge in ihrem Leben an Gewicht zu gewinnen. Plötzlich denkt sie viel mehr über ihre Klamotten nach und auch übers Küssen und über Sex. Doch gerade, als Tammie sich für das Leben öffnet und beginnt dieses zu genießen, schlägt der Tod unbarmherzig zu … .
Der Klappentext hat mich wirklich sehr neugierig gemacht. Eine Protagonistin, die Pistazieneis liebt und Grabsprüche sammelt? Das klang zu seltsam, um nicht mehr darüber rausfinden zu wollen.

Als ich dann anfing zu lesen, lernte ich schnell Tammie kennen und lieben. Sie hat wirklich eine außergewöhnliche Art die Welt zu sehen und mit ihrer Krankheit umzugehen. Anstatt das Schicksal zu verfluchen nimmt sie es einfach, wie es ist und macht sich ihre eigenen Gedanken dazu. Ich fand sie wirklich sehr mutig und stark. Doch fast noch besser gefiel mir ihre beste Freundin Pat. Diese lässt sich nämlich von Tammies schräger Art nicht verunsichern, ist immer für sie da und lebt doch auch ihr eigenes Leben. Eine wirklich tolle Freundin, die mir viel Spaß bereitet hat.

Auch Fynn ist ein wirklich interessanter Protagonist. In meinen Augen wirkt er anfangs älter, als er wirklich ist, aber im Laufe des Buches merkt man dann doch, dass er nicht so erwachsen ist, als gedacht. Fynn arbeitet auf dem Friedhof und lernt so Tammie kennen. Auch er ist wirklich einzigartig und total liebevoll. Der Autorin Ruth Olshan gelingt es sehr gut, ihren Figuren Leben einzuhauchen, ihnen eine einzigartige Note zu verpassen und sie so dem Leser sympathisch zu machen. Ich liebe die Figuren dieses Buches. 

Besonders schön ist natürlich die Liebesgeschichte, denn eigentlich gesteht Tammie sich so etwas gar nicht ein, da sie „sowieso sterben wird und nicht noch mehr Leute unglücklich zurücklassen möchte“. Doch neugierig ist sie dann doch und nachdem sie Fynn kennenlernt, kann sie sich auch nicht mehr gegen die Liebe wehren. Ich fand es richtig berührend, wie Fynn sich nach und nach in Tammies Leben schleicht und nach und nach den Tod wegdrängt und Platz für das Leben schafft. Es ist aber auch wirklich außergewöhnlich, wie Fynn mit Tammies Krankheit umgeht. Er bringt Humor in die Geschichte und hat einfach einen wunderbaren Blick auf das Leben. Dadurch wurde ich auch immer wieder dazu gebracht, über das Leben zu philosophieren: Was zählt wirklich im Leben? Sollte man immer alles so ernst nehmen oder einfach einmal leben, spontan sein und einfach genießen? Es ist wirklich bezaubernd, welche Botschaft dieses Buch dem (jungen) Leser vermittelt.

Zum Ende hin bekommt das Buch zwar dann noch einmal eine ernstere und vor allem traurigere Richtung, diese passt aber wirklich gut in die Geschichte und rundet sie im Grunde noch einmal ab. Trotz allem musste ich mir ein paar Tränchen verkneifen, so sehr haben mich die Geschichte und die Protagonisten mitgenommen.

In meinen Augen hätte das Buch zwar noch ein paar Seiten mehr haben können, um doch noch tiefer in Fynns und Tammies Geschichte einzutauchen, ihre Liebe weiter zu begleiten und noch mehr über die Zukunft der beiden zu erfahren, doch für einen Jugendroman ist die Seitenzahl wahrscheinlich ganz gut gewählt und so bleibt wenigstens noch jede Menge Platz für eigene Gedanken.

Dieses Buch vermittelt wirklich eine besondere Botschaft über das Leben und den Tod. Der Leser wird durch die liebevoll gestalteten Figuren und die schöne Geschichte immer wieder dazu angeregt, sich selber seine Gedanken zu diesem Thema zu machen und all die schönen Dinge in Tammies und Fynns Leben kennenzulernen.


 Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

Sonntag, 27. März 2016

[Buchmesse-Bericht] Tag 4

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Am Sonntag, 20.03.2016 war der letzte Tag der Buchmesse in Leipzig
Für diesen Tag hatte ich mir kaum noch etwas vorgenommen, was auch gut so war, denn bereits nach dem Frühstück merkte ich, dass es mir nicht besonders gut ging. Im Pressezentrum traf ich gleich mal auf Kay und Steffi von his & her books und quatschte ein bisschen mit ihnen.
Danach wollte ich unbedingt noch zum Meet & Greet mit Emily Thomsen und einigen anderen Autoren.

Emily Thomsen


Dieses Treffen zählt definitiv auch zu meinen Messehighlights, denn Emily Thomsen ist ein ganz lieber und herzlicher Mensch und es war so nett und vor allem auch entspannt mit ihr. Ich glaube, sie gehört zu den Menschen, die man einfach gernhaben muss.









Außer Emily waren noch Vanessa Carduie, Melissa David, Nicole König, Nika Bechtel und Any Swan mit von der Partie. 






Im Anschluss traf ich mich noch mit der Autorin Melanie Klein, der Bloggerin Teja und der Autorin Bettina Auer auf einen Kaffee. Auch die Autorin Nicole Gozdek gesellte sich noch zu uns. Es war eine sehr nette Runde und wir redeten ewig über unsere große Leidenschaft: Bücher *_*

Leider musste ich die Messe dann vorzeitig abbrechen, da ich mir wohl einen Virus eingefangen hatte und es mir leider gar nicht mehr gut ging. 

Ich hatte jedoch 4 wundervolle Tage, mit lieben Menschen, tollen Begegnungen und spannenden Büchern. Die Messe war eine der schönsten und ich bin immer noch ganz geflasht von all den Eindrücken :)

Samstag, 26. März 2016

[Überraschungspost]

1 Kommentar:
Passend zu Ostern habe ich ganz tolle Überraschungspost bekommen :)




Und zwar geht es um das neue Buch von Julie Leuze "Für einen Sommer und immer".


Vielen lieben Dank an den Egmont Ink Verlag für diese tolle Überraschung! 

Freitag, 25. März 2016

[Buchmesse-Bericht] Tag 3

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Am Samstag, 19.03.2016 begann mein 3. Messetag mit einem echt Highlight

Und zwar durfte ich meine liebe (Brief)freundin Wenke kennenlernen.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr jemanden noch nie getroffen habt und trotzdem sofort das Gefühl habt, euch schon ewig zu kennen? So ging es mir mit Wenke. Es hat einfach so gepasst, hach, eine richtige Seelenverwandtschaft und ich bin so happy, dass ich sie endlich live kennenlernen durfte und gleichzeitig so unendlich traurig, dass sie so weit weg wohnt!

Leider hatte ich nicht so viel Zeit, da ich morgens gleich zum Blogger-Treffen beim Carlsen Verlag eingeladen war.

Dort stellten uns die Mitarbeiter des Carlsen Verlages gemeinsam mit der Autorin Helen Maslin die Bücher "Nur drei Worte", "Jane und Miss Tennyson" und "Darkmere Summer". 
Ich finde, die Mitarbeiter haben ihre Vorstellung mit so viel Begeisterung vorgetragen, dass ich auf jedes einzelne Buch echt neugierig wurde.
Helen Maslin
Anschließend durfte ich mir sogar noch "Darkmere Summer" mitnehmen und ließ es gleich von der Autorin signieren, die so witzig und sympathisch war.













 
Denise Valentin

In einer kurzen Pause hatte ich dann Gelegenheit zu einem Treffen mit Denise Valentin, die mir extra für die Button-Sammlung an meiner Messe-Tasche einen neuen Button brachte. Das war so lieb von ihr und ich freu mich, dass ihr Buch bald auch als Taschenbuch herauskommt.







 Danach ging es auch gleich weiter zum Impress Blogger Lunch.
Dort lernte ich die Bloggerin Santina vom Blog Lina's BücherTraumwelt kennen.
Ich hab mich total über das Treffen gefreut, vor allem, da ich im April an Linas Challenge "Expedition Bücherdschungel" teilnehme.

Für den Impress Blogger-Lunch hatte sich der Verlag wirklich einiges einfallen lassen: Wir bekamen eine Mappe, mit allen Neuerscheinungen, die Autoren stellten ihre Werke persönlich vor, wir durften über ein Cover abstimmen und erfuhren vom ersten männlichen Autoren bei Impress. 

Außerdem konnten wir Goodies mitnehmen und mit den Autoren ins Gespräch kommen.
Sarah Stankewitz


Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen, denn ich wollte unbedingt Sarah Stankewitz kennenlernen, mit der ich schon öfter über Facebook geschrieben hatte. Und was soll ich sagen: In Wirklichkeit ist sie genauso nett und ich hab mich echt gefreut, dass ich mich getraut habe, sie zu "überfallen" :)







Mira Valentin
Mira Valentin kam auch zum Impress Blogger-Lunch und hat mir einen Pechkeks geschenkt. So einen wollte ich immer schon einmal haben und so wurde diese Begegnung doppelt einmalig: Zum einen durch den Keks und zum anderen natürlich durch die äußerst nette Autorin.

Valentina Fast
Da ich ein großer Fan der Royal-Reihe bin, habe ich mich auch ganz besonders gefreut, die Autorin Valentina Fast endlich persönlich kennenlernen zu können. Sie ist wirklich total lieb und ich freute mich nach diesem Treffen noch mehr auf die Prinzessinnen-Lesung am Abend.






Der Blogger-Lunch war wirklich ein voller Erfolg und ich freu mich immer noch, dass ich an dieser tollen Veranstaltung teilnehmen durfte. Vielen Dank dafür!

Melanie Stoll


Nach dem Treffen bei Impress besuchte ich den Amrûn Stand, an dem ich Melanie Stoll traf und mir ihr Buch "Greifbar" signieren ließ.

C.M. Singer




Auch C.M. Singer war mit von der Partie und ich hatte sehr viel Spaß bei einem kleinen "Ratsch".







Vicky und ich



Im Anschluss ging es wieder zum Drachenmond Verlag, wo ich meine Brieffreundin Victoria traf. Es war so toll, sie persönlich kennenlernen zu können. Das Schreiben mit ihr macht mir immer total viel Spaß und auch im Reallife ist sie wirklich voll nett. Leider hatten wir nicht allzu viel Zeit, aber es war trotzdem schön, dass es überhaupt mit einem Treffen geklappt hat.






Außerdem lief mir die Autorin Sandra Bäumler über den Weg, womit ich gar nicht gerechnet hatte, was mich aber echt freute.




Als ich anschließend bei neobooks und feelings vorbeischaute, traf ich da auf Jennifer Jäger. Auf den ersten Blick hab ich sie wegen der neuen Frisur gar nicht erkannt (wie peinlich!), war dann aber doppelt happy über das Treffen und natürlich gab es dann auch wieder unser obligatorisches Messe-Foto.





Asta Müller



Jennifer stellte mir dann auch die Autorin Asta Müller vor, die sich sofort Zeit für mich nahm. Außerdem durfte ich mir ihr Buch "Relax" mitnehmen und signieren lassen.







Alana Falk




Bei feelings begegnete mir außerdem Alana Falk. Wir quatschten über ihre Seelenmagie-Reihe und ich freu mich immer wieder, wenn ich sie treffe.






Annie J. Dean

Im Anschluss machte ich mich auf zum "Meet & Greet der Sofaautoren". Dort hatte ich mich mit der Autorin Annie J. Dean verabredet und ich kann nur sagen, dieses Treffen war eines meiner Messehighlights.
Die Autorin ist so ein lieber und herzlicher Mensch und wir haben miteinander geredet, als hätten wir uns schon 1000 x getroffen. Wie schön, wenn man sich auch im persönlichen Kontakt zu gut versteht.




Claudia Winter


Auch über Claudia Winter hab ich mich wahnsinnig gefreut. Wir kennen uns schon seit Jahren, es hatte aber nie geklappt, dass wir uns persönlich kennenlernen: Bis jetzt.
Es war so toll, mit ihr zu quatschen und ich warte schon sehnsüchtig auf neuen Lesestoff von Dir, der bald erscheinen soll.






Emma Wagner

Wenn ich beim Autorensofa bin, muss ich natürlich auch immer einen kleinen Plausch mit Emma Wagner halten.
Ihr neues Buch "Regie führt nur die Liebe" habe ich fest für eine Challenge eingeplant und ich freu mich drauf, endlich mal etwas von ihr zu lesen.



Rose Snow



Auch mit Carmen und Ulli vom Autorenduo Rose Snow könnt ich mich immer ewig unterhalten. Die beiden sind wirklich total lieb und herzlich und ein Treffen auf der Messe ist seit Frankfurt für mich ein absolutes Muss.





Ava Innings



Ava Innings hab ich zum ersten mal getroffen, mich aber sehr darüber gefreut. Ihr Buch durfte ich mir bei feelings mitnehmen und hab es natürlich gleich signieren lassen. Ich bin sehr gespannt darauf, etwas von dieser sympathischen Autorin zu lesen.





Karina Reiß



Thriller sind ja nicht mein Genre, trotzdem hat es Spaß gemacht Karina Reiß kennenzulernen. Bei so einer netten Autorin muss ich das mit den Thrillern vielleicht doch nochmal überdenken :)







Außerdem tummelten sich bei Meet & Greet noch Kathrin Lichters, Elke Becker und Andrea Bielfeldt, mit denen ich etwas quatschte, es aber leider versäumte ein Foto zum Machen. Ich hätte mich noch ewig beim Autorensofa aufhalten können, wollte aber gemeinsam mit Wenke noch ein wenig die Hallen unsicher machen.





Beim Drachenmond Verlag stieß ich dann auf Julianna Grohe, von der ich mir natürlich gleich ein Poster signieren ließ. Ihr Buch "Die vierte Braut" steht bereits in meinem Bücherregal und wartet darauf gelesen zu werden.







Überraschend traf ich auch auf Carolin Miske, deren Buch kurz vor der Messe bei mir angekommen war. Ich freute mich total drüber, da sie so sympathisch ist und ihr Buch richtig gut klingt.







Außerdem wollte ich unbedingt noch zum Meet & Greet von "8 auf einen Streich", wo ich Anna Moffey und Patricia Rabs wiedertraf und zudem auch endlich Sarah Neumann kennenlernen konnte.

Ich hatte wirklich viel Spaß bei diesem Treffen :)

Bei der Lesung von Kira Gembri hielt ich dann noch einen kurzen Plausch mit Kristina und Sandy von Tintenmeer. Wenn die beiden auf der Messe sind, ist ein Treffen einfach Pflicht. Doch leider blieb nicht viel Zeit, da Lena und ich ja zur Prinzessinnen-Lesung von Valentina Fast wollten. Also machten wir uns auf den Weg zur Moritzbastei. Ein Abendkleid trug ich allerdings nicht, da ich so etwas gar nicht besitze, aber viele Mädels hatten sich richtig in Schale geworfen und Valentinas Kleid war echt ein Traum *_* Die Veranstaltung war wirklich gut organisiert, wir bekamen alle Papierkrönchen und die Autorin hat toll vorgelesen. Wär ich nicht schon Fan der Royal-Reihe, spätestens jetzt würde ich sie unbedingt lesen wollen.


Nach der Lesung machten wir uns todmüde auf den Weg in unsere Wohnung und fielen sofort ins Bett, etwas traurig darüber, dass morgen schon der letzte Tag sein würde.

Donnerstag, 24. März 2016

[Rezension] Infernale

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Cover 



 Titel: Infernale
 Autor/in: Sophie Jordan
 Übersetzer/in: Ulrike Brauns
 Verlag: Loewe
 Seitenzahl: 384
 Preis: 17,95 € (D)
  Cover / Bildrechte: Loewe Verlag




Davy lebt in einer Welt, in der alle auf das HTS-Gen getestet werden. Träger des Gens neigen zu extremer Gewalttätigkeit und müssen deswegen identifiziert, ausgesondert und teilweise sogar markiert werden. 

Als Davy positiv auf HTS getestet wird, bricht ihre Welt zusammen. Wie kann die Regierung, wie können ihre Freunde und ihre Familie glauben, dass sie zur Gewalttätigkeit neigt? Müssen Träger des Gens wirklich zu Mördern werden? Davy versucht alles, um ihre Umgebung vom Gegenteil zu überzeugen. 

Doch ist es nicht eher so, dass die Gesellschaft die Träger durch all die äußeren Umstände zu Mördern macht? Sie geradezu in diese Schiene drängt? Kann Davy ihre Menschlichkeit bewahren oder ist sie am Ende doch die Mörderin, für die sie alle halten?
Allein der Klappentext hat mich total neugierig gemacht. Wie wäre es wohl, wenn es wirklich so ein Gen gäbe? Wie würde sich die Gesellschaft entwickeln, damit umgehen? Ich war total gespannt, wie Sophie Jordan diese interessante Idee umsetzen würde.

Anfangs erfährt man kurz etwas über das HTS-Gen und lernt dann Davy, die Protagonistin kennen. Sie ist eine Art Wunderkind, das sämtliche Instrumente spielen kann, ohne es je gelernt zu haben. Sie ist mit dem beliebtesten Jungen der Schule liiert und hat schon jetzt einen Platz an einem renommierten College. Doch obwohl sie so ein Wunderkind ist, war sie mir trotzdem sehr sympathisch, da sie überhaupt nicht arrogant rüberkam. 

Sehr schnell wird jedoch bei Davy das HTS-Gen festgestellt und man erfährt als Leserin, wie sich die Welt daraufhin für die junge Frau verändert. Ich fand es toll, wie es der Autorin Sophie Jordan gelungen ist, diesen Stimmungsumschwung in die Geschichte einzubauen. Plötzlich ist die Welt für Davy nicht mehr so rosig und man erfährt, wie ihre Umgebung, ihre Freunde und Familie auf den positiven Test reagieren. Ab da ist die Stimmung im Buch eher düster und bedrückend, was sich jedoch nicht auf meine Lesestimmung auswirkte. Im Gegenteil, ich war total mitgerissen und wollte unbedingt wissen, wie sich die Situation für Davy entwickeln würde. 

Sophie Jordan gelingt es wirklich sehr gut, die Idee mit dem HTS-Gen authentisch darzustellen. Es gibt eine Behörde, die sich mit dem Gen auseinandersetzt, die Regeln festlegt und bald schon mehr Einfluss hat, als die Regierung selbst. Die Träger werden ausgestoßen, weggesperrt und verlieren all ihre Rechte. Sie werden schlimmer behandelt, als so manches Tier und so beginnt der Teufelskreis, denn die Träger versuchen natürlich, sich gegen diese ungerechte Behandlung zu wehren und werden so zu dem, was die Gesellschaft in ihnen sieht: Mörder. Es ist wirklich erschreckend zu sehen, wie sich die Situation entwickelt, aber genau so könnte es auch in Wirklichkeit passieren, was mir den ein oder anderen Schauer über den Rücken jagte. 

Der Schreibstil ist dabei sehr flüssig und um die Entwicklung noch besser zu beschreiben, findet man am Anfang jedes Kapitels Pressemittelungen, Gesprächsmitschriften, Zeugenaussagen oder SMS-Chats, die dem Leser die Entwicklung in der Gesellschaft aufzeigen. 

Einen schönen Kontrast zur düsteren Stimmung bildet die Liebesgeschichte. Sie ist zwar ziemlich vorhersehbar, aber doch so sanft und entwickelt sich so langsam, dass sie den Leser kurz all die Grausamkeiten vergessen lässt, denen Davy und die anderen Träger ausgesetzt sind.

Am Ende überraschte mich die Autorin mit einem runden und durchaus zufriedenstellenden Abschluss, ohne fiesen Cliffhanger. Aber den brauchte es für mich auch gar nicht, denn ich war von der Entwicklung der Geschehnisse und Charaktere so fasziniert, dass ich einfach nicht wollte, dass es endet und dass ich sofort weiterlesen möchte. Zum Glück erscheint im Juli schon die Fortsetzung, denn ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Dieses Buch ist eine äußerst realistisch und authentisch dargestellte Dystopie, die mir eine Gänsehaut über den Rücken jagte und doch hat mich die Entwicklung der Geschehnisse und der Charaktere total fasziniert und mitgerissen. Die zarte Liebesgeschichte bildet einen tollen Kontrast zur ansonsten recht düsteren Stimmung und konnte mich trotz Vorhersehbarkeit wirklich überzeugen. 

Ein absolutes Must-read.


Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.