Dienstag, 31. Juli 2012

Ein dickes Dankeschön!!!! :)

Kommentare:
Gerade habe ich gesehen, dass ich 300 Leser auf meinem Blog habe und das schreit förmlich nach einem Extrapost, denn heut möchte ich einfach mal



sagen.

Es ist einfach Wahnsinn! Mein Blog ist noch nicht mal 1/2 Jahr und ich hab schon so viele, so liebe Leser!! Ihr seid wirklich super!!!

Ich freue mich über jeden einzelnen Leser und liebe Eure Kommentare!

Vielen, vielen Dank an Euch alle!!

Es ist so schön, dass Ihr meinem Blog folgt und heut kann ich Euch auch schon mal versprechen, dass es noch im August ein tolles Gewinnspiel geben wird (oder sollte ich sagen, mehrere Gewinnspiele?! :D) Ich hoffe, daran werden dann auch ganz viele von Euch teilnehmen. Ich freu mich drauf ;)

Samstag, 28. Juli 2012

[Rezension] Die Tochter der Tryll - Verborgen

Kommentare:

Autor(in): Amanda Hocking
Verlag: cbt
Seitenzahl:  303
Preis:  9,99 Euro
Cover / Bildrechte: Randomhouse / cbt

 
Da kann ich nur sagen: WOW! Das Cover ist wirklich sehr schön und originell. Mit dem rot sticht es einem sofort ins Auge und der Titel mit den Schnörkeln umrundet passt super zu der magischen Welt der Tryll. Es ist mal etwas ganz anderes und gefällt mir richtig gut. Und das Beste, die Fortsetzungen der Triologie passen super zum Cover von Band 1. Das sieht im Bücherregal sicher super aus.



Anfangs lebt Wendy bei ihrer Tante und ihrem Bruder Matt und erinnert sich daran, wie es war, als ihre Mutter Kim versucht hat, sie umzubringen, da sie nicht ihre Tochter sei. Jeder denkt, Kim sei durchgedreht und deshalb ist diese auch seit diesem Vorfall in einer Nervenheilanstalt. 

Doch dann taucht Finn in Wendys Schule auf und scheint sie ständig zu beobachten. Zuerst ist er dem Mädchen unheimlich, doch schnell fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Irgendetwas scheint die beiden zu verbinden und schließlich erfährt Wendy auch, was es ist: Sie beide gehören zu den Tryll, einer Trollart, die magische Fähigkeiten haben und in einem eigenen Dorf leben. Finn ist beauftragt worden Wendy zu ihrer wahren Familie zurückzubringen. Doch Wendy fühlt sich wohl bei ihrer Tante und ihrem Bruder Matt und möchte diese nicht verlassen. Als jedoch ein verfeindeter Clan versucht sie zu entführen und ihre Familie in Gefahr ist, bleibt ihr nichts anderes übrig, als zu fliehen und Zuflucht im Dorf der Tryll zu suchen. 

Aber dort erwartet sie alles andere als ein Zuhause in dem man sich wohlfühlen kann. Ihre Mutter Elora ist die Königin und erwartet von Wendy, dass diese die perfekte Prinzessin ist. Dazu gehört natürlich, dass sie alle Regeln und Verhaltensweisen der Tryll genau kennt. Ständig wird sie auf ihre Fehler hingewiesen und ihre Mutter zeigt alles andere als Zuneigung. Wirklich wohl fühlt sie sich nur bei Rhys, einem Menschen, der gezwungener Maßen im Tryll-Dorf lebt. Doch mit Rhys darf sie sich nicht wirklich abgeben, denn er steht in der Hierarchie ganz unten und ist einer Prinzessin nicht würdig. Genau wie Finn, der zwar ein Tryll ist, aber einer ohne wirkliche Fähigkeiten. Er ist Wendys Bodyguard und soll ihr beibringen, wie sich eine Tryll-Prinzessin zu benehmen hat. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto stärker werden ihre Gefühle füreinander. Aber die Gesetze der Tryll sind eindeutig: Eine Beziehung zwischen den beiden darf es nicht geben, sonst werden sie beide aus dem Dorf verbannt. 

Schließlich spitzen sich die Ereignisse zu und Wendy muss sich nicht nur für ihre Liebe oder den Thron entscheiden, denn es lauern noch andere Gefahren. Plötzlich weiß das Mädchen überhaupt nicht mehr, wie sie sich verhalten soll und wohin sie gehört. So verzweifelt gibt es für sie nur eine Lösung, doch wer weiß, welche Folgen diese Entscheidung haben wird….

 
Wendy war mir anfangs etwas unsympathisch. Obwohl sie mir leid tat, da ihre Mutter sie nie geliebt und sogar versucht hat, sie umzubringen, fand ich auch, dass sie sich schrecklich verhalten hat. Sie war ein richtig störrisches, ungezogenes Kind und alles andere als liebenswert. Als Jugendliche scheint sie dann auch schwierig zu sein, da sie von jeder Schule fliegt, was jedoch nicht näher erklärt wird. Doch man merkt, dass sie ihren Bruder Matt über alles liebt und auch ein gutes Verhältnis zu ihrer Tante hat. Ein wenig übertrieben fand ich allerdings, dass sie Finn in einem Moment noch unheimlich, im anderen unheimlich toll findet. Diesen Sinneswandel konnte ich nicht wirklich nachvollziehen und das ging mir alles viel zu schnell. Als Wendy dann bei den Tryll landet, wurde sie mir immer sympathischer. Sie findet auch hier keine liebende Mutter und versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Dabei zeigt sie, dass sie nicht nur an sich denkt und fängt außerdem an, ihre Fähigkeiten zu entdecken. Sie verhält sich gegenüber allen Lebewesen gleich und macht keinen Unterschied zwischen Menschen (Mänskling genannt) und Tryll. Das bringt ihr jedoch nicht gerade das Wohlwollen ihrer Mutter oder der gehobenen Gesellschaft ein. Doch gerade diese Charaktereigenschaft machte sie mir so sympathisch. Und schön fand ich auch, dass sich ihre Gefühle zu Finn zwar verstärken, sie sich ihm aber nicht sofort an den Hals wirft. Trotzdem bleibt kein Zweifel, dass sie nur eines möchte: Finn. Der Thron bedeutet ihr nichts und sie will auch gar keine Prinzessin sein, doch sie wurde in diese Familie hineingeboren und es scheint ihr Schicksal zu sein, es sei denn, sie kann ihr Schicksal ändern.

Finn fand ich sehr geheimnisvoll. Er war der typische Held: Gutaussehend, stark, unnahbar und doch erkennt man genau, dass er Gefühle für Wendy hat. Doch um sie zu schützen, würde er alles tun, sogar seine Gefühle verleugnen. Und im Gegensatz zu Wendy weiß er genau, was es heißt ein Tryll zu sein und dass es verschiedene Hierarchien gibt und er wurde eben nicht in eine der höheren hineingeboren, was eine Beziehung zwischen den beiden unmöglich macht. 

Sehr gut gefielen mir auch die Nebendarsteller: Vor allem Wendys Bruder Matt, der sie beschützt, seit ihre Mutter versucht hat das Mädchen zu töten. Er ist stets darauf bedacht, dass es seiner Schwester gut geht und tut alles, um sie das Trauma vergessen zu lassen. 

Dann gibt es noch Rhys, einen Menschen, der im Tryll-Dorf lebt. Ihn habe ich sofort ins Herz geschlossen, denn er versucht sofort Wendy den Aufenthalt in Förening so angenehm wie möglich zu machen und tut alles, damit sie sich dort wohlfühlt und einlebt

Auch Tove, ein Tryll aus dem Adel, spielt eine besondere Rolle in diesem Buch. Anfangs ist er noch sehr unscheinbar, aber als die Vittra angreifen, zeigt er, was wirklich in ihm steckt.
Nicht zu vergessen Elora. Sie kam mir vor, wie die böse Stiefmutter aus Schneewittchen, obwohl sie doch Wendys leibliche Mutter ist. Ich fand sie alles andere als sympathisch und konnte wirklich nachvollziehen, dass Wendy sich in ihrer Gegenwart unwohl und ungeliebt gefühlt hat. Ich bin gespannt, ob sich ihr Verhältnis zueinander in den Folgebänden noch verändert.

Das Buch gefiel mir von Anfang an sehr gut. Die Autorin, Amanda Hocking, beschreibt sehr gut, wie sich Wendy fühlt und dadurch, dass es in Ich-Form geschrieben ist, kann man sich als Leser richtig gut in das Mädchen hineinversetzen. 

Die einzelnen Personen haben alle ihre eigenen Charaktereigenschaften und lassen sich einfach in gut und böse einteilen. Schnell fängt man an mit Wendy Mitleid zu haben, die sich auf ein Heim und eine liebende Mutter freut und doch nur Mittel zum Zweck zu sein scheint. Dies zeigt die Autorin sehr gut auf, indem sie Wendy immer wieder in Situationen bringt, in denen sie gar nicht bestehen kann und von ihrer Mutter gerügt wird. 

Sehr geschickt hat es die Autorin meiner Meinung nach mit dem Showdown gemacht. Man ist so darauf fixiert, dass Wendy als Prinzessin besteht, dass man gar nicht damit rechnet, was passiert. Ich war zumindest total überrascht und für mich nahm das Buch eine richtig spannende Wendung, die mich total neugierig auf die Fortsetzung zurückließ.  


Das Buch gefiel mir richtig gut. Die Tryll sind eine neue Idee und die Hierarchie, die innerhalb dieses Volkes herrscht und mit der Wendy sich überhaupt nicht arrangieren kann, macht das Besondere dieses Buches aus. Ich habe es in einem Rutsch gelesen, da ich es einfach nicht mehr weglegen konnte und ich freue mich richtig, dass ich nicht so lange auf die Fortsetzung warten muss, denn ich kann es schon jetzt kaum erwarten weiterzulesen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.


 
 
Vielen Dank an den cbt Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Sonntag, 22. Juli 2012

[Rezension] Saphirtränen 1 - Niamhs Reise

Kommentare:

Autor(in): Jennifer Jäger
Seitenzahl:  150 (als Buch)
Preis:  1,49 Euro
Cover / Bildrechte: Jennifer Jäger


 
Das Cover dieses ebooks gefällt mir sehr gut. Es ist verspielt und irgendwie magisch. Es sagt nicht zu viel aus, macht aber neugierig auf das Buch.
Sehr schön sind auch die Kapitelanfänge gestaltet, die jeweils mit einem kleinen Bild beginnen. So etwas wertet in meinen Augen das Buch noch auf und macht es zu etwas ganz Besonderem.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem die Geschichte der vier Schmuckstücke und deren Besitzer erzählt wird. Es klingt fast wie eine Legende, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Danach springt die Geschichte zu Niamh, der jungen Ilyea, die an diesem Tag in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen werden soll. Doch dann kommt alles anders, denn die Dämonen stürmen diese Veranstaltung und entführen Niamh und die Dorfälteste Alriel. Sie wollen herausfinden, wo sich das Schmuckstück der Wald-Ilyea befindet und es in ihren Besitz bringen. Doch Niamh weiß nichts über den Aufenthaltsort. Trotzdem scheint sie eine Schlüsselrolle zu spielen, wenn es um die Schmuckstücke geht. Genau wie  Edan, den Niamh bei den Dämonen kennenlernt. Er ist halb Dämon, halb Berg-Ilyea und soll sich darum kümmern, dass Niamh ihre Aufgabe erfüllt. Doch Niamh denkt gar nicht daran, sich in ihr Schicksal zu ergeben, sie möchte fliehen und den Smaragdring auf eigene Faust suchen und vor den Dämonen bewahren. Dabei bekommt sie unerwartete Hilfe oder spielt ihr Helfer am Ende ein doppeltes Spiel?!





 
Niamh gefiel mir von Anfang an total gut. Schon allein ihr Aussehen: grüne Haare, saphirblaue Augen und spitze Ohren, einfach klasse. Auch dass sie mit der Magie wenig anfangen konnte fand ich gut, denn sie hat nicht sofort Superkräfte und ist im ersten Moment auch richtig hilflos. Sie weiß nichts von den Schmuckstücken und auch nicht von ihrem besonderen Schicksal. Sie möchte einfach nur wieder nach Hause. Doch dieses Zuhause gibt es nicht mehr und sie sollte das Rätsel der Dorfältesten Alriel lösen und das Schmuckstück der Wald-Ilyea finden und vor den Dämonen bewahren. Dafür legt sie sich einen Plan im Kopf zurecht, den sie nie aus den Augen verliert, auch dann nicht, als Edan ihr den Kopf verdreht. Für meinen Geschmack verliebt sich Niamh ja etwas schnell in Edan, wobei ich das Gefühl hatte, dass es da anfangs mehr um sein Äußeres ging und hinterher ist sie ja zum Glück nicht so naiv ihm alles zu glauben. Ich finde die Protagonistin richtig sympathisch und hab mit ihr gelitten und gefühlt, wie der Mut in ihr wächst und der Wille, ihre Aufgabe als Wald-Ilyea zu erfüllen.

Bei Edan war ich mir überhaupt nicht sicher, was ich denken soll. Er hat wirklich zwei Seiten in sich: einmal der sanfte Berg-Ilyea und zum anderen der fiese Dämon. Und diese zwei Gesichter kommen auch immer wieder zum Vorschein. Deshalb konnte ich auch nicht nachvollziehen, warum Niamh ihm sofort vertraut. Ich an ihrer Stelle wäre sehr vorsichtig, denn obwohl ich das Gefühl hatte, Edan hätte sich in Niamh verliebt, muss ich doch sagen, dass ich auch das Gefühl nicht los wurde, er würde ein doppeltes Spiel spielen.

Die Nebendarsteller, wie z.B. die Dorfälteste Alriel oder der Dämon Deargh spielen wirklich nur eine Nebenrolle und kommen nur kurz vor, was ich persönlich etwas schade finde, da ich gerade die Dorfälteste sehr faszinierend fand und gerne noch mehr über sie erfahren hätte. 


 
Der Schreibstil der Autorin hat mich wirklich total begeistert. Ich war ab der ersten Seite total verliebt in ihn. Der Prolog ist so magisch, so zauberhaft geschrieben, dass ich sofort in die Welt der Ilyea und Dämonen eingetaucht bin. Auch die Umgebung der Wald-Ilyea ist so schön beschrieben, dass ein richtiger Film in meinem Kopf ablief. Der Autorin, Jennifer Jäger, gelingt es mit einfachen Worten eine Welt zu zaubern, die mich fasziniert hat und in den Bann gezogen hat, die magisch und so ganz anders ist, als alles, was ich bis jetzt gelesen habe. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so schön geschrieben war.

Toll fand ich auch die Idee der Ilyea und dass es verschiedene Arten davon gibt. Das ist einmal eine sehr originelle und tolle Idee. Und die Leseprobe zu Teil 2 am Ende des Buches scheint ja auch zu zeigen, dass man noch mehr über die verschiedenen Arten erfahren wird. Ich bin schon sehr gespannt darauf.

Etwas schade fand ich allerdings, dass das Buch so wenige Seiten hatte. Dadurch kommt die Entwicklung von Niamhs und Edans Geschichte etwas zu kurz. Sie verbringen jeden Tag von Niamhs Gefangenschaft zusammen und zwischen ihnen scheinen sich Gefühle zu entwickeln, die jedoch nicht wirklich ans Licht kommen. Da hätte ich mir noch mehr gewünscht: Was haben die beiden im Schloss von Deargh erlebt, worüber haben sie geredet, wie nah sind sie sich gekommen? 

Für mich war das Buch leider viel zu schnell zu Ende und ich hoffe, dass Jennifer Jäger ganz schnell weiterschreibt, denn ich möchte unbedingt noch mehr erfahren von Niamh und Edan und den anderen Ilyea.

 
Selten habe ich ein Buch gelesen, das so schön geschrieben, dessen Welt so zauberhaft und magisch ist. Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite geliebt und in einem Rutsch durchgelesen, da ich es nicht mehr weglegen konnte. Leider war es jedoch viel zu schnell zu Ende und jetzt warte ich sehnsüchtig auf Teil 2.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.


 
Vielen Dank an Jennifer Jäger, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 20. Juli 2012

Idealo Sommer-Challenge

Kommentare:
Natürlich möchte auch ich an der Sommer-Challenge "Sag Idealo wo du diesen Sommer liest" teilnehmen.

Wie der Titel der Challenge schon sagt, geht es darum, wo man am liebsten liest und zwar bei schlechtem Wetter.

Mein liebster Leseplatz ist auf meiner Couch. Die ist richtig bequem und kuschelig. Dort kann ich sowohl im liegen, als auch im sitzen gut lesen. Wenn es sehr kalt ist, decke ich mich mit meiner flauschigen Decke zu und tauche in die Welt des Buches ein und vergesse das schlechte Wetter :)


Mein zweiter Lieblingsleseplatz ist das hier:


Mein Sitzsack steht direkt bei einem meiner Bücherregale und ich hab sofort Nachschub zur Hand, sobald ich ein Buch ausgelesen habe. Allerdings ist diese Leseecke etwas weit weg von meiner Süßigkeitenschublade :-p

Aber natürlich hoffe ich, dass es auch einmal schönes Wetter in meinem Urlaub geben wird, damit ich zuhause im Garten unter dem Kirschbaum lesen kann ...

Mittwoch, 18. Juli 2012

[Rezension] Blackout

Kommentare:

Autor(in): Marc Elsberg
Verlag: blanvalet
Seitenzahl:  798
Preis:  10,99 Euro
Cover / Bildrechte: Randomhouse / blanvalet

 
Das Cover gefällt mir total gut. Es ist zwar schlicht, aber passt sehr gut zum Inhalt und macht auch richtig neugierig auf dieses Buch.

 
In den meisten Teilen Europas fällt plötzlich der Strom aus und die Suche nach den Ursachen beginnt. Während sich an verschiedenen Stellen die Ereignisse zuspitzen, versuchen die Menschen in den Ländern das Beste aus ihrer Situation zu machen. 

Was anfangs noch kein Problem darstellt, wird schnell zur Bewährungsprobe. Denn ohne Strom gibt es auch keine Wasserversorgung, man kommt nicht mehr an Geld und die Supermärkte werden nicht mehr beliefert. Der Treibstoff kann nicht mehr von den Zapfsäulen hochgepumpt werden und da es Winter ist, gibt es auch keine funktionierende Heizung mehr. Je länger der Stromausfall dauert, desto schlimmer wird die Situation und plötzlich geht es für alle ums nackte Überleben.

Während die Menschen um ihre Existenz kämpfen, arbeiten an den verschiedensten Stellen Leute zusammen, um die Situation zu deeskalieren und die Schäden zu beheben. Schnell fallen dabei einem italienischen Hacker Ungereimtheiten bei den Stromzählern auf und er glaubt, dass ein Terroranschlag dahintersteckt. Doch leider sind die meisten viel zu beschäftigt, um einem einzelnen Mann zuzuhören. Als Piero Manzano schließlich doch Gehör findet, hat sich die Situation bereits verschlechtert und er gerät selber unter Verdacht. Obwohl er schließlich fliehen muss, kämpft er weiter für seine Theorie mit dem Terroranschlag und findet bald Verbündete. Oder ist alles doch ganz anders, als sie denken? Wer steckt hinter dieser Attacke? Und was ist das Ziel dahinter? Wie kann man die Situation entschärfen und wie bekommt man den Strom zurück? Nur wenn alle zusammenarbeiten, kann das Schlimmste verhindert werden? Oder war dieser Stromausfall erst der Anfang vom Ende?



 

Die Charaktere in diesem Buch haben mich wirklich vollkommen überzeugt. Jeder einzelne bringt seine eigene Geschichte mit und handelt so, wie es jeder von uns auch tun würde: Der Europol-Mitarbeiter Francois Bollard denkt zuerst an seine Familie, bringt seine Schwiegereltern, seine Frau und seine Kinder in Sicherheit und schaut, dass diese gut versorgt sind. Erst dann kann er sich auf seine Arbeit konzentrieren. Dabei achtet er nicht nur auf Fakten, sondern vertraut häufig auch auf sein Bauchgefühl und geht Spuren nach, die eher unwahrscheinlich zu sein scheinen.

Seine Frau muss schon bald erkennen, dass es, wenn es ums überleben geht, bald nicht mehr wichtig ist, wessen Frau man ist. Denn wenn die Nahrungsmittel und das Geld knapp werden, zählt die Stellung ihres Mannes überhaupt nichts mehr und sie muss genau wie alle anderen um Lebensmittel kämpfen.

Piero Manzano, der italienische Hacker, der die Manipulation der Stromzähler als erster entdeckt, versucht zunächst sich an die nächste Stelle zu wenden und dort seine Beobachtungen zu melden. Dabei findet er leider kein Gehör. Er bleibt jedoch an der Sache dran und versucht alles, um herauszufinden, wer hinter der Sache steckt und demjenigen das Handwerk zu legen. Doch dabei kommt er den Verursachern in die Quere und diesen sind alle Mittel recht, damit ihre Pläne nicht gefährdet werden. Schon bald heißt es für Piero Manzano nicht nur ums tägliche überleben zu kämpfen, sondern sich auch vor seinen mächtigen Gegnern und der Polizei zu verstecken, die ihn alle aus dem Weg haben wollen.

Dann gibt es die Reporterin Shannon, die endlich ihre große Chance wittert, um Karriere zu machen und dafür alles auf eine Karte setzt und jeder noch so kleinen Spur folgt. Dabei spürt sie Manzano auf, der ihr eine Story liefern kann. Schnell heftet sie sich an seine Fersen und versucht, herauszufinden, was er weiß und was die Regierung versucht geheimzuhalten.

Ich war wirklich fasziniert von den einzelnen Personen und wollte, immer wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Dabei fieberte ich mit jedem mit und fragte mich, wie es am Ende für die Einzelnen ausgehen würde.


 
Das Buch besteht zum einen aus Teilen, in denen viele technische Details erläutert werden und die Probleme der einzelnen Stellen z.B. der Kraftwerke aufgezeigt werden. Diese Abschnitte sind trotz aller Technik trotzdem verständlich und man erfährt auf einfache Weise, wie Strom erzeugt wird und welche Stellen alle daran mitwirken und beteiligt sind. Es war durchaus interessant, doch ich muss auch sagen, dass dieses Buch nicht einfach nebenbei vor dem Fernseher gelesen werden kann, da man sich beim Lesen doch konzentrieren muss, um alles zu verstehen.

Besser gefielen mir die Abschnitte über die menschlichen Schicksale. Immer wieder erfährt man Neuigkeiten zu den einzelnen Personen. Alle haben ihr persönliches Schicksal, ihre Aufgabe in diesem Buch, die sich nach und nach miteinander verknüpfen. Als Leser kann man nicht anders, als mit diesen Personen mitzufühlen. Man fragt sich, wie man selber reagieren würde, was man tun würde. Die einzelnen Schicksale ließen mich gar nicht mehr los und ich muss gestehen, dass ich sogar ein paar Tränen vergossen habe.

Die Mischung aus technischen Details und menschlichen Schicksalen macht das Buch sehr spannend. Geschickt fügt der Autor, Marc Elsberg, außerdem immer wieder ein paar kleine Abschnitte ein, in denen sich, die Schuldigen des Stromausfalls zu Wort melden, natürlich ohne dass man als Leser sofort erkennt, wer wirklich hinter all dem steckt. 

Sehr gut gelungen ist es dem Autor zudem, immer wieder neue Hinweise einzubauen. Theorien werden aufgestellt, bestätigt oder verworfen, Verdächtige werden gefunden und wieder entlastet. Und obwohl sich alle Spuren schließlich auf einen Verdacht zu konzentrieren scheinen, war ich mir bis zum Ende nicht sicher, ob sich der Verdacht erhärten würde. Ich war richtig angespannt beim Lesen und hab mitgefiebert, ob es klappen würde, die Schuldigen zu finden und festzunageln und den Strom wieder herzustellen.

Die Erzählperspektive innerhalb des Buches wechselt häufig in ein anderes Land und zu anderen Personen. Dabei wird der Leser erst einmal aus einer Situation und oftmals bei einer sehr spannenden Stelle, herausgerissen, um zu erfahren, was an einem anderen Ort gerade zur selben Zeit passiert. Das hat mich jedoch nicht gestört. Im Gegenteil, ich finde, das hat die Spannung zusätzlich aufrecht erhalten und sogar noch gesteigert.

Ich muss sagen, dass mich das Buch wirklich aufgewühlt hat. Die Situation war so realistisch geschildert und auch genau recherchiert, dass es sicher auch so oder ähnlich passieren könnte. Genau diese Tatsache brachte mich dazu, darüber nachzudenken, wie gut es uns eigentlich geht und was wäre, wenn bei uns der Strom ausfallen würde. Im Alltag weiß man diesen Luxus gar nicht mehr zu schätzen, doch dieses Buch hat mich dazu gebracht, mir bewusst zu machen, wo wir überall Strom benötigen und dass wir glücklich darüber sein können. 

 
Ein wirklich tolles Buch, das einen zum Nachdenken bringt. Es zeigt eindringlich auf, wie froh wir über unseren Luxus sein können und wie schnell das Ganze doch vorbei und wir völlig hilflos ausgeliefert sein könnten. Ein Buch, das auf seine ganz eigene Art Gänsehaut bereitet.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.


 
Vielen Dank an den blanvalet Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Samstag, 7. Juli 2012

[Rezension] Mondsilberlicht

Kommentare:
Autor(in): Marah Woolf
Seitenzahl:  297
Preis:  9,50 Euro
Cover / Bildrechte: Marah Woolf

 

 Das Buch beginnt damit, dass Emma erfährt, dass ihre Mutter bei einem Unfall ums Leben gekommen ist und sie deshalb zu ihrem Onkel Ethan und ihrer Tante Bree muss. Dort freundet sie sich auch sofort mit ihrer Cousine Amelie und ihrem Cousin Peter an und lernt bei einer Walrettungsaktion Calum kennen und ist sofort total fasziniert von ihm.

Mit dem ist es jedoch nicht einfach: Zu Beginn zeigt er ihr die kalte Schulter, ist sogar richtig unfreundlich zu ihr. Doch dann scheint er sich plötzlich auch zu ihr hingezogen zu fühlen. Aber damit beginnen ihre Probleme erst, denn Calum ist nicht das, wofür Emma ihn hält und eine Beziehung zwischen ihnen beiden scheint nicht nur unmöglich, sondern sogar gefährlich für sie zu sein.

Doch die beiden vergessen die Welt um sich herum, sobald sie zusammen sind und so passiert, was nie hätte geschehen dürfen und auf einmal ist nichts mehr, wie es war … .




 
Emma ist ein Mädchen, das es nicht leicht hat. Ihren Vater kennt sie nicht und dann verliert sie auch noch ihre Mutter und muss plötzlich zu ihren Verwandten nach Schottland. Doch dort scheint sie ihren Kummer schnell vergessen zu haben, als sie Calum kennenlernt. Auf einmal gibt es nur noch diesen gutaussehenden Jungen für sie und sie denkt nur noch an ihn. Alles andere scheint plötzlich ohne Bedeutung zu sein und das fand ich sehr schade. Ich hätte mir gewünscht, dass Emma noch länger darunter leidet ihre Mutter verloren zu haben und es wäre sicher auch glaubhafter gewesen, wenn sie etwas mehr Zeit gebraucht hätte, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. 

Calum war für mich völlig undurchsichtig und inkonsequent. Zu Beginn ignoriert er Emma total, ist manchmal sogar richtig fies zu ihr, dann wiederrum interessiert er sich plötzlich für sie, gesteht ihr seine Liebe, nur um sie dann wieder wegzustoßen und ihr zu erklären, dass sie nie zusammen sein können. Er ändert von einem Moment zum anderen plötzlich seine Meinung und für mich war es wirklich schwer, ihn sympathisch zu finden. Erst als sein Geheimnis gelüftet wird, zeigt er, dass mehr in ihm steckt, als ein gutaussehender junger Mann, der über beide Ohren verliebt ist. Ich hoffe, dass im 2. Teil dieses Heldenpotenzial noch mehr ausgeschöpft wird.

Richtig toll fand ich Emmas Cousine Amelie. Sie geht ihren Weg, lehnt sich gegen ihre Eltern auf, wenn es sein muss, trifft sich mit Jungs und führt ein ganz normales Teenager-Leben. Obwohl sie ebenfalls verliebt zu sein scheint, hinterfragt sie doch diese Gefühle und geht nicht so völlig blauäugig durchs Leben, wie Emma das macht.

Super ist auch Sophie, die etwas schrullig ist und einen Buchladen besitzt. Sie liebt Bücher und es ist richtig schön zu lesen, wie sie ihre Buchhandlung eingerichtet hat und welche Bücher sie für Emma auswählt. Durch diese Beschreibung kommt die Liebe zu Büchern richtig rüber und das hat mir auch total gut gefallen.

 
Zu Beginn ging mir alles, ehrlich gesagt, etwas zu schnell. Emmas Mutter stirbt, sie wird zu ihren Verwandten nach Schottland geschickt und lernt dort Calum kennen. Es blieb kaum genug Zeit, um mit Emma mitzufühlen, so schnell passieren die Ereignisse. Doch danach wird es ruhiger und es gibt ein ständiges Hin und Her zwischen Emma und Calum. Bis dahin könnte man als Leser (vorausgesetzt man kennt den Klappentext nicht) denken, es würde sich um eine normale Highschool-Story handeln. 

Aber dann nimmt das Buch an Fahrt auf, als Emma endlich erfährt, wer Calum wirklich ist und dieses Wissen das Mädchen in Gefahr bringt. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und das Beste: Die Idee dahinter ist einmal richtig originell und ich liebe sie einfach. 
Sehr schön ist außerdem, dass diese Idee nicht einfach so für sich steht, sondern in Geschichten und auch Legenden rund um Schottland eingebunden wurde. Die Autorin Marah Woolf, hat sich richtig viel Mühe gegeben ein tolles Gesamtkonzept und eine neue, fantastische Welt, in unsere normale Welt einzubauen und das ist ihr meiner Meinung nach richtig gut gelungen. 

Bezaubernd sind die Beschreibungen von Schottland und der Isle of Skye. Schottland fasziniert mich ja immer schon mit seiner Landschaft und seinen Legenden und durch diese Geschichte wurde mein Wunsch bestärkt mir alles einmal live anzusehen. Und auch für einige Legenden aus diesem Land hat die Autorin eine ganz eigene Interpretation gefunden, die mich oftmals richtig schmunzeln lies. So dass diesem Buch auch eine Prise Humor nicht fehlt.

Richtig gemein ist das Ende, da es ein richtig fieser Cliffhanger ist. Aber zum Glück gibt es ja Teil 2 schon zu kaufen, so dass ich ganz schnell weiterlesen kann und so erfahre, wie es mit Emma und Calum weitergeht. 

 
Wer einmal genug hat von Vampiren und Werwölfen, der sollte dieses Buch lesen, denn hier entdeckt man einmal ein ganz anderes fantastisches und magisches Wesen und lernt die zauberhafte Welt kennen, die Marah Woolf erschaffen hat. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.


 
Vielen Dank an Marah Woolf, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und sogar signiert hat. 

Mittwoch, 4. Juli 2012

[Rezension] Timeless

Kommentare:
Autor(in): Alexandra Monir
Verlag: Heyne
Seitenzahl:  346
Preis:  11,99 Euro
Cover / Bildrechte: Randomhouse Verlag / Heyne


 
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es sieht so mystisch aus. Das Mädchen ist wirklich hübsch und der Schlüssel um ihren Hals ist sehr geheimnisvoll und spielt im Buch eine wichtige Rolle. Ich hätte mir gewünscht, dass der Schlüssel mehr Raum auf dem Cover einnimmt, trotz allem finde ich es sehr schön.

Das Buch beginnt damit, dass man Michele und ihre Mutter Marion kennenlernt. Man erfährt, dass die beiden alleine leben, da Micheles Vater verschwunden ist. Marion erzählt auch, dass sie damals ihre Eltern verlassen musste, da diese mit der Wahl ihres Partners nicht einverstanden waren. Durch all diese Begebenheiten hat sich zwischen Michele und ihrer Mutter eine sehr enge Beziehung entwickelt. Doch Marion kommt durch einen Unfall ums Leben und hat in ihrem Testament vereinbart, dass Michele bei ihren Eltern in New York unterkommen soll. 

Obwohl das Mädchen darüber nicht erfreut ist, bleibt ihr doch keine andere Wahl und sie muss sich ihrem Schicksal fügen. Bei ihren Großeltern angekommen versucht sie das Beste aus ihrer Situation zu machen. So erfährt sie etwas über ihre Vorfahren und findet auch persönliche Gegenstände ihrer Mutter. Darunter ist auch ein seltsamer Schlüssel, der das Mädchen total fasziniert und sie mit Hilfe eines Tagesbuches in das New York von 1910 katapultiert.

Dort trifft sie auch auf Philip, den Jungen, den sie aus ihren Träumen schon kennt. Und es scheint fast ein Wunder zu sein, dass er sie, im Gegensatz zu allen anderen sehen kann. Doch er ist ein Walker und noch dazu mit einer ihrer Vorfahrinnen verlobt. Trotz allem ist Michele total fasziniert von ihm und sucht immer wieder Möglichkeiten ins Jahr 1910 zu reisen, um ihm dort zu begegnen und schnell scheint er ihre Gefühle zu erwidern. Doch das birgt neue Gefahren, denn man kann die Vergangenheit nicht einfach verändern, ohne auch die Zukunft dadurch zu beeinflussen … .



Die Protagonistin Michele gefiel mir anfangs sehr gut. Sie ist traurig, weil ihr Freund mit ihr Schluss gemacht hat und liebt ihre Mutter aus ganzem Herzen. Als sie diese verliert zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg und sie igelt sich im Bett ihrer Freundin ein und möchte am liebsten auch sterben. Ich finde, das kam sehr glaubhaft rüber und ich fand es schön, dass dieser Verlust nicht einfach so unter den Teppich gekehrt wurde. Schade allerdings fand ich, dass Michele ihre Großeltern von vorn herein ablehnt und ihnen überhaupt keine Chance zu geben scheint, obwohl sie die beiden ja noch nicht einmal persönlich kennt. Sie lehnt sich von Anfang an gegen ihre Regeln auf und verbringt so viel Zeit wie möglich allein. Als sie dann das erste Mal in die Vergangenheit reist und dort auf Philip trifft, ist sie so verliebt, dass für sie nur noch die Erlebnisse im Jahr 1910 wichtig sind. Sie scheint völlig in der Vergangenheit zu leben und interessiert sich überhaupt nicht mehr für die Gegenwart. Michele kümmert sich weder um ihre Großeltern, noch um ihre Schulkameraden und geht völlig blind durch die Welt. Natürlich denkt man nur noch an einen, wenn man verliebt ist, aber hier bei Michele erschien mir das stark übertrieben.

Philip ist der absolute Traummann. Er sieht wahnsinnig gut aus und scheint auch nur positive Charaktereigenschaften zu haben. Selbst als er total in Michele verliebt zu sein scheint, hält er sich vornehm zurück. In meinen Augen ist auch er übertrieben dargestellt. Obwohl er Michele kaum kennt und diese aus der Zukunft kommt, das heißt, dass eigentlich keine Beziehung mit ihr möglich ist, löst er seine Verlobung und überwirft sich deswegen auch mit seiner Mutter und seinem Onkel. In meinen Augen ist er etwas zu perfekt.

Micheles Großeltern waren mir auch nicht gerade sympathisch. Ich war nicht sofort abgeneigt, als ich Marions Geschichte erfuhr, aber irgendwie ergreifen sie nicht besonders viel Initiative, um ihre Enkelin kennenzulernen. Sie freuen sich zwar, wenn Michele Zeit mit ihnen verbringt, weihen sie jedoch weder in die Familiengeheimnisse ein, noch versuchen sie das Mädchen etwas aus ihrer Reserve zu locken. Ich denke, da wär mehr Potenzial drin gewesen.

 
Mir gefiel das Buch sehr gut. Es ist einfach geschrieben und doch zauberhaft, da die Beschreibungen von New York einfach nur schön sind. Die Autorin, Alexandra Monir, beschreibt die Geschehnisse im Jahr 1910 so gut, dass sie vor meinen Augen richtig lebendig wurden. Ich bekam plötzlich total Lust, mehr über New York heute und damals zu erfahren und selbst einmal ein paar Schauplätze zu besuchen. Ich fand es toll, dass die Autorin so genau recherchiert hat und all ihre Angaben auf Fakten beruhen. 

Auch die Gefühle sind in dem Buch sehr schön beschrieben. Allein, dass Michele sich in ihrem Zimmer einigelt, nachdem ihre Mutter gestorben ist, fand ich mehr als glaubwürdig. Leider werden die Gefühle zwischen Michele und Philip etwas übertrieben und für meinen Geschmack sagen sie sich viel zu schnell „Ich liebe Dich“. Trotz allem war die Lovestory doch magisch, so als wären die beiden füreinander bestimmt. Hätte Alexandra Monir, sich etwas mehr Zeit gelassen, ein paar Seiten mehr in den ersten Band gesteckt und die Liebegeschichte noch etwas ausgebaut, hätte sie mich wahrscheinlich restlos verzaubert mit diesem schönen Buch.

Das Ende ging mir nämlich auch zu schnell. Es sieht so aus, als gäbe es keine gemeinsame Zukunft für die beiden, als könne sie nicht für immer in der Vergangenheit leben und er nicht mit in ihre Zeit kommen. Und dann kommt das … Als ich das Buch zuklappte, war ich doch etwas unzufrieden, zumal ich noch nicht wusste, dass es eine Fortsetzung geben wird. Doch jetzt hoffe ich, dass dieses Ende im zweiten Band noch erklärt wird, denn bis jetzt lässt mich dieses Buch mit einigen Fragen zurück, die unbedingt ganz bald beantwortet werden wollen.


 
Obwohl die Charaktere etwas übertrieben sind, war die Story doch schön und ich konnte das Buch einfach nicht mehr weglegen.

Ein wirklich zauberhaftes Buch, das mich in den Bann gezogen und in mir den Wunsch geweckt hat, selbst einmal nach New York zu reisen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.


 
Vielen Dank an den Heyne Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.